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Pressemitteilungen

 

Kommentar zur Pressemitteilung zur Schulplanung der rot-grünen Mehrheitsfraktion im Rat der Stadt Lehrte

Die Pressenmitteilung der rot-grünen Mehrheitsfraktion stößt in vielerlei Hinsicht auf Unmut bei den weiterführenden Schulen in der Kernstadt. Frau Beuke (RS Lehrte), Herr Kappe (HS Lehrte) und Herr Wegener (Gymnasium) wurden am Dienstagvormittag von der Presse kontaktiert, um sich zur Pressemitteilung der rot-grünen Mehrheitsfraktion im Rat zu äußern, wussten jedoch zu diesem Zeitpunkt nichts von den Plänen. Bereits im Mai 2010 wurden die Schulleitungen über den Vorschlag zu einem möglichen Standortwechsel (IGS-HS/RS) über die Presse informiert. Diese Art von Informationspolitik ist aufs Schärfste zu verurteilen. Was jedoch den Bogen überspannt, ist die Tatsache, dass der Direktor der IGS Lehrte, Herr Mellentin, offenbar als einziger offizieller Vertreter in die Planungen von Rot-Grün mit einbezogen wird.
Ursprünglich war angedacht, gemeinsam im Schulausschuss über den Standort der zukünftigen IGS Oberstufe zu diskutieren. Mit ihrem Vorgreifen hat Rot-Grün nicht nur die CDU, sondern auch Eltern-, Schüler und Lehrervertreter bewusst von diesem Entscheidungsprozess ausgeschlossen. Es stellt sich ernsthaft die Frage, welche Funktion dieser Ausschuss hat, wenn die Richtung von vornherein festgelegt wird. Es ist zu vermuten, dass der Schulausschuss nicht einbezogen wird, weil die Rot-Grünen dort keine eigene Mehrheit haben werden, da sie nicht mit der Zustimmung der Lehrer, Eltern- und Schülervertreter rechnen können. Dieses hat wenig mit Demokratieverständnis zu tun.
Betrachtet man die Elternwünsche für das kommende Schuljahr, so entscheiden sich derzeit 122 Eltern für das Lehrter Gymnasium, 74 für die IGS in Hämelerwald, 85 für die Realschule Lehrte und 14 für die Hauptschule in Lehrte. Geht man zukünftig von einer 7-zügigen IGS aus, so bedeutet dies, dass sowohl die Realschule als auch das Gymnasium eine hohe Anzahl an Schülerinnen und Schülern an die IGS verlieren werden, was zwangsläufig zu einer Reduzierung des Gesamtangebotes an diesen Schulen führt. Betrachtet man nun den prognostizierten Schülerrückgang in den nächsten Jahren, so besteht die Gefahr, dass zukünftig alle Lehrter Schulen an Attraktivität verlieren werden. Im Sinne der Wiedereinführung von G9 ist zu überlegen, ob es notwendig ist, eine zweite Oberstufe in Lehrte einzuführen. Unserer Auffassung nach wäre es sinnvoll , die Hauptschule und Realschule Lehrte mittelfristig zu einer jahrgangsbezogenen Oberschule zusammenzuführen. Für die geforderte Zweizügigkeit sind lediglich 48 Schülerinnen und Schüler erforderlich. Eine Elternabfrage ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Mit diesem Vorschlag würde man weder das Gymnasium noch die IGS Lehrte in ihrem Bestand gefährden und könnte so die Hauptschule stärken. Denkbar wäre auch die Einrichtung eines Gymnasialzweiges der Oberschule bis Klasse 10 in Kooperation mit dem Lehrter Gymnasium.  
Eine Realschule und IGS am gleichen Standort zu führen lehnen wir strikt ab, da die IGS durch den Wegfall vieler Realschulempfohlener stark an Qualität verlieren würde.
Hans-Joachim Deneke-Jöhrens, Fraktionsvorsitzender

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